dgs-Rheinland - Kongress 2006 - Sprache Emotion Bewussheit


Programmdetails

Geier-Bruns, Daniela & Stier, Karl-Heinz

Praxis für Sprachtherapie / Logopädie, Köln & Blaubeuren

Möglichkeiten und Grenzen eines "bewussten und akzentuierten Sprechens": Therapiebausteine bei funktional beeinträchtigter Verständlichkeit unter Berücksichtigung emotionaler Aspekte (Seminar)

In den sprachtherapeutisch-logopädischen Praxen gibt es eine Gruppe von Patienten, die sich beispielsweise mit der Diagnose "Artikulationsstörung, Leitsymptomatik: Dysphonie" oder der Diagnose "Dysphonie, Leitsymptomatik: überhöhtes Sprechtempo" vorstellen. Die unklaren Befunde deuten darauf hin, dass auch die überweisenden Ärzte nach einer eindeutigen Benennung der Auffälligkeiten suchen. Es finden sich einzeln oder in Kombination Symptome, wie man sie teilweise auch von Polterern kennt: zu lange Sprechbögen, "Nuscheln", überhöhtes Sprechtempo, Dysphonie, sehr geringe Artikulationsbewegungen, Silbenelisionen. Diese lassen sich unter dem Begriff "funktionell beeinträchtigte Verständlichkeit" zusammenfassen. Emotionales Geschehen wie Angst oder Stress verstärkt häufig die Symptome. Die Patienten fühlen sich teilweise durch ihre Sprechweise stark beeinträchtigt, sei es bei der Berufswahl, der Berufsausübung oder in der sozialen Interaktion. Das Seminar zeigt einen Weg, auf dem sich für solcherart betroffene Patienten über Therapiebausteine wie Rhythmisierung und Akzentuierung nach der Akzentmethode, Bewusstmachung, Artikulationstraining oder in-vivo-Training Verbesserungen erzielen lassen, die objektiv dokumentiert werden können. Die Patienten übernehmen durch intensive Eigenkontrolle, häusliches Üben und Identifikation mit der neuen Sprechweise im Rahmen ihrer Möglichkeiten Mitverantwortung für den Erfolg der Therapie.

Freitag, 22.09.2006 - 14:00 Uhr | Saal Darmstadt | 90 min.

Wichtig

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XXVII.
dgs-Kongress

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vom 21.-23. September 2006 im Maritim Hotel Köln